Linoleum – ein natürlicher Bodenbelag

Das Linoleum wurde gegen 1860 durch den Engländer Frederick Walton erfunden. Seine Beschreibung als ein „natürlicher Bodenbelag“ verdankt Linoleum seiner Zusammensetzung, auf die vor allem natürliche Materialien und Rohstoffe zusammenlegen. In diesem Artikel wird das Linoleum als ein immer noch populärer Bodenbelag für Haus und Heim vorgestellt.

Absturz von dem Thron

Wie jeder Bodenbelag, jeder Fußboden hatte das Linoleum seine Epochen, in denen es besonders populär war. So war es kurz nach der Waltons Erfindung und dauerte bis Mitte des 20. Jahrhunderts. In den 60er Jahren hatte der Linoleummarkt eine wesentliche Krise erlebt, weil ein neuer König unter den elastischen Bodenbelägen auftauchte – der PVC-Bodenbelag. Der schrumpfende Markt brachte mit sich die Schließung von mehreren Linoleumfabriken, von denen nur drei Werke in Europa immerhin funktionieren. Seit Mitte der 90er Jahren kann man jedoch von der Rückkehr der Mode auf Linoleum, was mit den Trends im Ökobau zurückzuführen ist.

Natürlich wie das Leinöl

Struktur des Linoleums

Struktur des Linoleums

Das Wort „Linoleum“ ist eine Zusammensetzung von lateinischen Worten „linum“ (für Lein) und „oleum“ (für Öl). Das Leinöl ist nämlich der Hauptbestandteil des Linoleumbodens. Alternativ kann man auch Linoleumbodenbeläge aus Sojaöl treffen. Zu weiteren Rohstoffen und Bestandteilen von Linoleum gehören: Naturharze, Holz– und Korkmehl, Kalksteinpulver, natürliche Pigmente und Farbstoffe sowie Jutegewebe, das als Trägerschicht verwendet wird. Das Linoleum wird im Prozess der Oxidation (auch Linoxinverfahren genannt), in dem alle Bestandteile in entsprechender Reihenfolge miteinander verbunden werden, hergestellt. Nach der Herstellung und vor der Verlegung muss der Bodenbelag noch nachreifen. Der sog. Effekt des Reifeschleiers ist mit Farbverschiebung (z. B. Beige in Richtung Gelb und Blau und Grau in Richtung Grün) verbunden.

Eigenschaften und Bestimmungsort von Linoleum

Linoleum - Mustervielfalt

Linoleum – Mustervielfalt

Vor allem wiest das Linoleum sehr gute Beständigkeit gegen mechanische Beschädigungen auf. Sämtliche entstandenen Verformungen bilden sich nach einiger Zeit zurück. Außerdem ist das Linoleum schwer oder zumindest normal entflammbar, was diesen Bodenbelag für Flächen mit hoher Beanspruchung (wie Flure, Praxen, Krankenhäuser, Warteräume usw.) geeignet macht. Beständigkeit gegen Chemikalien (darunter Säure und Lösungsmittel – also Benzin, Öle, Ethanol) ist jedoch nicht absolut, denn das Linoleum gegen Alkalien, dessen PH-Wert über 9 liegt, sehr empfindlich ist. Was sich auf die hygienischen Eigenschaften von Linoleum bezieht, so ist Linoleum antistatisch und hemmt das Wachstum von Bakterien. Aus diesem Grund vor Linoleum vor allem dort empfohlen, wo es besonders hohe hygienische Anforderungen gibt – beispielsweise in Kränchenhäusern, Praxen, Schulen und Kindergarten oder in Küchenbereichen. Manche Linoleumbodenbeläge werden speziell für bestimmte Anwendungsbereiche hergestellt. So haben wir Linoleumbeläge, die leitfähig sind und einen hohen Oberflächenwiderstand haben. Derartige Linoleumbodenbeläge werden beispielsweise in Recherchezentren oder Elektroschränken verlegt. Dazu verfügt Linoleum über eine ganze Reihe von praktischen Eigenschaften. Es ist warm, wirkt trittschalldämmend, pflegeleicht und erhältliche in mehreren Farben und Muster.

Überblick über die wichtigsten Eigenschaften von Linoleum.

Chemische und mechanische Beständigkeit
beständig gegen mechanische Beschädigungen
beständig gegen Säure und Lösungsmittel
empfindlich gegen Alkalien
Hygienische Eigenschaften
ist antistatisch
wirkt hemmend für Bakterien
Praktische Eigenschaften
ist pflegeleicht
wirkt trittschalldämmend
ist angenehm zum Barfußgehen

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